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News

FreiRaum für Aufklärung

Die PH Schwäbisch Gmünd begleitet mit einer wissenschaftlichen Evaluation das neue Kooperationsprojekt „FreiRaum für Aufklärung“ von pro familia Waiblingen und der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Gmünd. Seit Juli 2025 erhalten inhaftierte Mädchen und junge Frauen hier Bildungsangebote zu Sexualität, Gesundheit und Beziehungen – ein bislang kaum erforschtes Feld im Jugendvollzug.

Denn die Themen Sexualität, Gesundheit, Selbstbestimmung sind auch hinter Gefängnismauern wichtig. Mit dem neuen Kooperationsprojekt ergänzt pro familia Waiblingen die Bildungsarbeit in der JVA Schwäbisch Gmünd durch gezielte Aufklärung. 

Nach intensiven Vorbereitungen ist im Juli 2025 das neue Kooperationsprojekt „FreiRaum für Aufklärung“ von pro familia Waiblingen und der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Gmünd erfolgreich gestartet. Der erste Durchlauf mit inhaftierten Mädchen und jungen Frauen wurde bereits durchgeführt. 

Intern trägt das Projekt den Namen „Let’s talk about“ – und genau darum geht es: miteinander ins Gespräch kommen, Wissen erweitern und einen besseren Umgang mit den Themen Körper, Sexualität und Beziehungen ermöglichen. 

Ziel des Projekts ist es, durch sexualpädagogische Bildungsangebote Wissen über Körper, Verhütung und sexuelle Gesundheit zu vermitteln sowie zur Prävention sexualisierter Gewalt beizutragen. Damit soll die Selbstbestimmung gestärkt und die soziale Reintegration der jungen Frauen unterstützt werden. 

Begleitet wird das Projekt von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, die die wissenschaftliche Evaluation übernimmt. Verantwortlich dafür sind Prof. Dr. Sonja Schaal und Dr. Lea Schäfer, die das Projekt aus Perspektiven der Fachdidaktik und Erziehungswissenschaft mit einem Fokus auf die Sexualbildung wissenschaftlich begleiten und evaluieren. Hintergrund ist der große Bedarf an Forschung in diesem Bereich – bislang gibt es in Deutschland nur wenige Studien und Angebote zur sexuellen Bildung im Jugendvollzug. 

„Mit ‚FreiRaum für Aufklärung‘ möchten wir eine Bildungslücke im Lebensweg der inhaftierten Mädchen und jungen Frauen schließen. Gerade diejenigen, die bereits in jungen Jahren in den Justizvollzug kommen, brauchen in diesem Bereich besondere Unterstützung, um ihre Chancen für ein selbstbestimmtes und gesundes Leben nach der Entlassung zu verbessern“, betont Andrea Rieger, Vorstand von pro familia Waiblingen. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt und soll durch Spenden und Förderungen finanziert werden.

 

Über pro familia Waiblingen e.V. 

pro familia Waiblingen ist als anerkannte Schwangerenberatungsstelle und seit 50 Jahren im Rems-Murr-Kreis aktiv. Als politisch und konfessionell unabhängiger Verein setzen wir uns für sexuelle und reproduktive Gesundheit, selbstbestimmte Sexualität und den Schutz der Rechte aller Menschen ein. Unsere Schwerpunkte liegen in der Beratung, Prävention und sexualpädagogischen Bildungsarbeit. 

Pressekontakt: 

Dr. Agnes Perjesi, pro familia Waiblingen, agnes.perjesi@profamilia.de, Tel: 07151-982248940