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Summer School „Methoden der Kindheitsforschung“

Wie kann Forschung mit Kindern sensibel, ethisch und methodisch reflektiert gestaltet werden? Die Summer School „Methoden der Kindheitsforschung“ vom 16. bis 18. Juli 2025 an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd schafft dazu ein in Deutschland bislang einzigartiges Format. In Keynotes, Workshops und freien Werkstätten begegnen sich Nachwuchsforschende verschiedener Disziplinen, um neue Zugänge, Methoden und Perspektiven der Kindheitsforschung zu diskutieren.

Foto 1: Die Teilnehmenden der Summer School „Methoden der Kindheitsforschung“. Bild: Johanna Hanke

Die Organisatorinnen und Organisatoren (v.l.n.r.): Dr. Nicoletta Eunicke (JGU Mainz), Dr. Julian Storck-Odabaşı (Universität Hildesheim), Jun. Prof. Dr. Karin Kämpfe (PH Gmünd), Keynote-Speakerin Prof. Dr. Tanja Betz (JGU Mainz) und dem Rektor Prof. Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov (PH Gmünd). Bild: Johanna Hanke

Einblick in den Workshop „Biographie und Narration in der Kindheitsforschung“ mit Dr. Susanne Siebholz (TU Chemnitz). Bild: Johanna Hanke

Hintergrund der Summer School ist, dass Kinder heute zwar zunehmend als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt betrachtet und aktiv in Studien eingebunden werden, eine systematische Reflexion über forschungsethische und -methodische Implikationen jedoch bislang nur unzureichend Teil der (hochschulischen) Methodenausbildung ist. Dabei machen gerade Fragen rund um Freiwilligkeit und Informiertheit von Kindern, den Umgang mit sensiblen Erhebungssituationen, die Rolle der Forschenden sowie die wirksamen Machtverhältnisse deutlich, wie wichtig eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Methoden der Kindheitsforschung ist. 

In diesem Kontext hat die PH Schwäbisch Gmünd die zweite Summer School „Methoden der Kindheitsforschung“ in Zusammenarbeit mit der DGS-Sektion „Soziologie der Kindheit“ und unter Organisation von Jun. Prof. Dr. Karin Kämpfe (PH Schwäbisch Gmünd), Dr. Nicoletta Eunicke (JGU Mainz) und Dr. Julian Storck-Odabaşı (Universität Hildesheim) als innovatives Format etabliert. Mit der Summer School ist ein Raum entstanden, in dem innovative Methodendiskussionen ebenso Platz finden wie die Auseinandersetzung mit etablierten Schulen und Methodologien.

Das Besondere: Die Summer School verbindet theoretische Impulse mit forschungspraktischen Einblicken und eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur methodischen Vertiefung. Neben den Keynotes von Dr. Marlies Kustatscher (University of Edinburgh) und Prof. Dr. Tanja Betz (JGU Mainz) konnten die Teilnehmenden aus einem breiten Workshop-Angebot zu Themen wie Forschungsethik, differenzsensible Adressierung von Kindern, Gruppendiskussionen, mobile Methoden, Biographieforschung und Situationsanalyse wählen – ergänzt durch zwei freie Werkstätten. 

Die Summer School leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung und Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie brachte dieses Jahr Promovierende, Postdocs und Masterstudierende u.a. aus den Disziplinen der Erziehungswissenschaft, Kindheitspädagogik, Grundschulpädagogik, Soziale Arbeit, Soziologie, Psychologie, Germanistik und Sozialgeographie aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol zusammen.

Dadurch stärkt sie zugleich das Forschungsprofil der PH Schwäbisch Gmünd, die sich mit dem Format nun schon im zweiten Jahr als überregionaler und internationaler Ort für methodische und forschungsethische Diskussionen in der Kindheitsforschung präsentiert.