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Wie Kinder Sport erleben
„Entscheidend sind Sportangebote und Bewegungsräume, das soziale Klima in der Sportgruppe sowie das Verhalten wichtiger Bezugspersonen wie Eltern, Lehrkräften oder Trainerinnen und Trainern“, so Prof. Dr. Mayer. Er verwandelte den Hörsaal dabei in einen interaktiven Forschungsraum: Die Kinder waren nicht nur Zuhörerinnen und Zuhörer, sondern aktive Mitforschende. Mithilfe einer eigens entwickelten Forschungslandkarte reflektierten sie ihre eigenen Sporterfahrungen und hielten diese visuell fest, etwa durch Ausmalen, Markieren und Umkreisen.
Thematisiert wurde auch, welche Sportarten sie gerne ausüben, welche sie noch ausprobieren möchten und was sie grundsätzlich zum Sporttreiben motiviert. Sie diskutierten zudem Gefühle wie Freude, Spaß, Unsicherheit oder Leistungsdruck und arbeiteten heraus, wo Sport am meisten Freude macht: etwa im Sportunterricht, im Sportverein oder beim freien Sporttreiben.
Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung war der gemeinsame Austausch im Plenum. Mit roten und grünen Fähnchen machten die Kinder ihre Einschätzungen sichtbar und verglichen sie miteinander. So entstand ein lebendiges Bild davon, wie unterschiedlich sie Sport erleben und wie stark dieses Erleben vom jeweiligen Umfeld, von Erwartungen und von persönlichen Voraussetzungen abhängt.