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Mental Health First Aid
Im Rahmen des Hochschulischen Gesundheitsmanagements gewinnt psychische Erste Hilfe zunehmend an Bedeutung: Aktuellen Erhebungen zufolge leidet knapp 30% der erwachsenen deutschen Bevölkerung innerhalb eines Jahres an einer psychischen Störung – und je früher professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird, desto höher sind die Chancen auf Gesundung.
Mental Health First Aid ist ein international etabliertes Programm, das Wissen und Handlungskompetenzen zur Ersten Hilfe für psychische Gesundheit vermittelt. In den Kursen setzten sich die Teilnehmenden mit verbreiteten psychischen Störungen wie Depressionen, Angststörungen oder Substanzmissbrauch und -abhängigkeit auseinander. Sie erlernten konkrete Strategien, um Warnsignale frühzeitig zu erkennen, Gespräche empathisch zu führen und Betroffene angemessen zu unterstützen, bis professionelle Hilfe verfügbar ist. Dabei zeigten die Kursleitungen auch, worin die Grenzen der eigenen Rolle liegen und wie eine Weitervermittlung an geeignete Hilfsangebote erfolgt.
Neben der Ausbildung von Ersthelfenden stärken die MHFA-Kurse auch das allgemeine Bewusstsein für psychische Gesundheit an der Hochschule nachhaltig und Unsicherheiten sowie Vorurteile im Umgang mit psychischen Störungen werden abgebaut.
Die Qualifizierung von MHFA-Ersthelfenden leistet so einen wichtigen Beitrag zu einer unterstützenden und achtsamen Hochschulkultur und macht niedrigschwellige Unterstützungsstrukturen sichtbar. „Perspektivisch soll ein hochschulinternes Netzwerk aus qualifizierten MHFA-Ersthelfenden entstehen, das Studierenden und Beschäftigten als Anlaufstelle dient und den Austausch untereinander stärkt“, so Madlen Götz, Koordinatorin für Studentisches Gesundheitsmanagement.
Auch künftig sind weitere MHFA-Kurse für Studierende und Beschäftigte angedacht, um für das Thema psychische Gesundheit zu sensibilisieren und eine Kultur des Miteinanders an der PH Schwäbisch Gmünd weiter zu stärken.