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News

Alltag is(s)t digital

Über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Praxisakteure und Studierende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hieß Prof. Dr. Sabla-Dimitrov, Rektor der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, bei der diesjährigen Jahrestagung der Fachgesellschaft „Haushalt in Bildung und Forschung e. V.“ (HaBiFo) vom 24. bis 25. September willkommen. Kultusminister Andreas Jung und Staatssekretärin Sarah Schweizer vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg richteten Grußworte an die Teilnehmenden. Die Teilnehmenden befassten sich in Vorträgen, Workshops, Posterpräsentationen und Fachausstellungen mit den Auswirkungen von Digitalisierung, KI und Mediatisierung auf den Konsum- und Essalltag sowie mit den daraus resultierenden Konsequenzen für die Ernährungs- und Verbraucherbildung. Im Rahmen der Tagung wurde außerdem der HaBiFo-Preis an Julika Lücke von der FH Münster für herausragende Abschlussarbeiten im Lehramtsstudium vergeben.

Grußwort Staatssekretärin Sarah Schweizer, Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg

Eröffnung Prorektorin Prof. Dr. Petra Lührmann, Leiterin der Abteilung Ernährung, Alltagskultur und Gesundheit der PH

Grußwort Rektor Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov, PH Gmünd

Grußwort HaBiFo-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Silke Bartsch, TU Berlin

Das Organisationsteam der Tagung (v.l.n.r. Prof. Dr. Karolin Höhl, Prof. Dr. Angela Häußler, Prof. Dr. Katja Schneider, Jun.-Prof. Dr. Anja Bonfig, Prof. Dr. Petra Lührmann, Dr. Renán Oliva Guzmán)

Verleihung des HaBiFo-Preises (v.l.n.r. Prof. Dr, Häußler, Julia Lücke; Prof. Dr. Silke Bartsch, Prof. Katja Schneider und Prof. Julia Kastrup)

Studierende und Lehrende des Faches Alltagskultur und Gesundheit

Posterpräsentation

Zusammenhänge zwischen Ernährung, Konsum und der alltäglichen Lebensführung sind äußerst vielschichtig, unterliegen einer rasanten Dynamik und haben in der Kultur der Digitalität nochmals an Komplexität gewonnen. Menschen jeden Alters sind täglich gefordert, ihren Ess- und Konsumalltag innerhalb dieser gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu gestalten. Informations- und Kommunikationswege, Markt- und Angebotsstrukturen sowie Konsumformen und alltägliche Routinen verändern sich auch und besonders durch digitale Medien und digital transportierte Konsumangebote. „Der Alltag ist längst digital geprägt“, so Kultusminister Andreas Jung in seiner Videobotschaft zum Tagungsauftakt. Die damit verbundenen alltäglichen Fragen, was, wann, wo, wie, mit wem und warum konsumiert wird und wer sich um die Versorgung kümmert, sind von anspruchsvollen Koordinierungs-, Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen begleitet. 

Die HaBiFo-Jahrestagung 2026 widmete sich der Frage, wie sich diese grundlegenden Veränderungen auf die Ernährungs- und Verbraucherbildung auswirken und wie Schule diesen Wandel mitgestalten kann. „Unsere Aufgabe ist es, jeden in die Lage zu versetzen, Verbrauchertäuschung zu erkennen und das eigene Konsumverhalten immer wieder zu hinterfragen“, sagte Staatssekretärin Sarah Schweizer vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg. Sie sieht insbesondere junge Menschen als wichtige Zielgruppe der Ernährungs- und Verbraucherbildung, wobei dies Zeit brauche, und Zusammenarbeit voraussetze. Prof. Dr. Silke Bartsch, Vorstand der Fachgesellschaft HaBiFo plädierte daher ausdrücklich für eine verbindliche curriculare Verankerung einer zeitgemäßen Ernährungs- und Verbraucherbildung für alle Schülerinnen und Schüler, um ihnen Teilhabe an sowie (Mit-)Gestaltung von modernen Konsumgesellschaften in der Kultur der Digitalität zu ermöglichen. 

Die Fachvorträge gaben interdisziplinäre Einblicke in die Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen in einer mediatisierten Gesellschaft und in die durch Social Media geprägte Kommunikation am Beispiel von Influencer-Marketing im Bereich Essen und Trinken oder in die Darstellung von Geschlechterverhältnissen im Rahmen des sog. „Tradwife-Phänomens“. Auch die Frage, wie sich Bildung im Zeitalter von KI verändert, wurde intensiv diskutiert. 

Die Organisation der Tagung erfolgte hochschulübergreifend von Fachkolleginnen und -kollegen des Studienfaches Alltagskultur und Gesundheit bzw. Gesundheitsförderung. Beteiligt waren Dr. Renán Oliva Guzmán, Jun.-Prof. Dr. Anja Bonfig, Prof. Dr. Petra Lührmann und Prof. Dr. Karolin Höhl von der PH Schwäbisch Gmünd sowie Prof. Dr. Angela Häußler und Prof. Dr. Katja Schneider von der PH Heidelberg.

Die zentralen Beiträge der Tagung werden im Heft 2 der Zeitschrift HiBiFo (Haushalt in Bildung & Forschung) veröffentlicht, das 2027 erscheint: http://www.habifo.de/