Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd » Die PH » Profil » Wissenschaftliches Profil

BILDUNG – GESUNDHEIT – INTERKULTURALITÄT

Zum wissenschaftlichen Profil der PH Schwäbisch Gmünd gehören neben der Lehrerbildung die zentralen Zukunftsbereiche Gesundheitsförderung, Kindheitspädagogik, Sprach- und MINT-Förderung, Beratung und psychosoziale Entwicklungsförderung, Interkulturelle Bildung und Integration. Die Hochschule fördert aktiv Familienfreundlichkeit, Chancengleichheit, Diversität und Nachhaltigkeit.

Mit dem Staufer Studienmodell bietet die PH Studierenden ein besonderes Beratungs- und Qualifizierungsangebot an.

Lehrerbildung

Zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Empirischer Forschung und Schulpraxis

Die Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer ist eine zentrale Aufgabe der Pädagogischen Hochschule. Die wesentliche Qualität macht dabei die konsequente Verbindung von Theorie und Praxis und forschendem Lernen aus. Die moderne Lehramtsausbildung der PH orientiert sich an den konkreten Bedürfnissen des Schulalltags mit seiner immer heterogener werdenden Schülerschaft.

Mit der Umstellung der Lehramtsbildung auf Bachelor- und Masterstudiengänge zum Wintersemester 2015/16 haben Lehramtsstudierende an der PH Schwäbisch Gmünd das besondere Angebot eines Profilbereichs. Sie können dadurch im Rahmen ihres Lehramtsstudiums ein einzigartiges Profil erwerben, das sie für zusätzliche Kompetenzbereiche qualifiziert, die nützlich für ihren späteren Berufsalltag und bei Schulen sehr nachgefragt sind. Studierenden, die sich nach dem Bachelorstudium nicht für das Lehramt entscheiden, bieten die Profilmodule die Möglichkeit, Brücken zu anderen Berufsbereichen herzustellen.

Profilbereiche:

Lehramt GrundschuleLehramt Sekundarstufe I

Profil "Lehren in der Grundschule professionalisieren: Fächerverbindende Querschnittskompetenzen"

  • Prinzip Klassenlehrer/in: Professionelle Kompetenzen in bildungswissenschaftlicher und fachdidaktischer Perspektive
     
  • Medienbildung als gemeinsame Aufgabe der Medienpädagogik und der Fachdidaktiken
     
  • Interdisziplinäre Ansätze zur Diagnostik und Förderung
     
  • Ästhetisches Lernen
 

Beratung

  • Beratung in der Schule
  • Beratungsplanung und Intervention


Berufsorientierung

  • Berufswahlprozesse
  • Betriebliche Rekrutierungsstrategien


Gesundheitsförderung

  • Stressbewältigung und Lebenskompetenz
  • Prävention in der Schule

Interkulturalität und Integration

  • Migration und Partizipation
  • Diversitätsgerechtes Lehren und Lernen

Medienbildung

  • Medienpädagogik und Jugendmedienschutz
  • Lernen und Unterrichten mit (digitalen) Medien

NWT-Förderung

  • Naturwissenschaftlich-technische Profilierung, Schwerpunkt Biologie / Chemie / Physik / Technik

Lehramt International
(Auslandssemester)

  • Sprach- und Kulturkompetenz
  • Ausländische Bildungskonzepte
 

 

Digitalisierung

Bildung, Beruf und Gesundheit in der digitalen Welt

Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt und damit einhergehend die Kompetenzanforderungen in vielen Berufsfeldern grundlegend verändert und wirkt sich inzwischen auf alle Lebensbereiche aus. Die Bildung befindet sich in einem schnellen Wandel, der intensiv von der Erforschung der Möglichkeiten und Probleme sowie der Entwicklung neuer Lehrkonzepte und -methoden begleitet wird.

Auch an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd ist die Digitalisierung in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der wissenschaftlichen Betrachtung gerückt und elementarer Teil der Lehre geworden. Die PH-Lehrenden bringen ihr Wissen zur Digitalisierung umfangreich in die wissenschaftliche Community und Gesellschaft ein, sei es über Netzwerke, als Keynote-Speaker bei Fachtagungen, als Experte bzw. Expertin für die Kultusministerkonferenz oder in der direkten Beratung. Darüber hinaus beteiligen sie sich an regionalen Projekten wie dem Digital Hub Ostwürttemberg und bieten Veranstaltungen und Programme zur Förderung der digitalen Kompetenz an. Der neuen Bedeutung dieses Arbeitsfeldes hat die PH Schwäbisch Gmünd mit der Erweiterung des Prorektorats für Studium und Lehre um den Bereich der „Digitalisierung“ Rechnung getragen.

Um nach dem Studium wissenschaftsbasierte Konzepte zur Digitalisierung umsetzen zu können, benötigen die PH-Absolventen und -Absolventinnen zunächst eine grundlegende Methoden- und Anwendungskompetenz in diesem Bereich. Sie müssen selber mit den entsprechenden Medien und Programmen vertraut sein, um sie für ihre Arbeit optimal nutzen zu können. Die Lehrenden der PH Schwäbisch Gmünd integrieren die Nutzung digitaler Formate in Forschung, Studium und Weiterbildung, wo es möglich und sinnvoll ist. Dies betrifft beispielsweise den Einsatz von Analyse- und Darstellungsprogrammen zur wissenschaftlichen Untersuchung, die Bedienung und Steuerung digital-technischer Komponenten, digitale Messwerterfassung, Darstellungsmedien und der Robotertechnik, die Erstellung von digitalisierten Lernangeboten, mobilbasierten Apps, Aufgabenpools für Lernplattformen, Onlinefragebögen, Infografiken sowie die Nutzung von Onlineund Blended Learning-Formaten, internetbasierten Arbeitsumgebungen und Lernplattformen für Veranstaltungen und Vertiefung. Zur Arbeit mit digitalen Medien, mobilen Geräten und technologiebasierten Lehrmethoden gehören auch Entwicklungen intelligenter Nutzerverwaltungen (Bsp. „Tablet-Klassen“) sowie solider Datenschutzkonzepte für Forschungsprojekte (Bsp. videobasierte Methoden). In beiden Bereichen wurden in Projekten der PH Schwäbisch Gmünd beispielhafte Lösungen entwickelt.


Ansprechpartner:

Interkulturalität

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd ist mit ihrem Schwerpunkt "Interkulturalität" mit den beiden Masterstudiengängen "Interkulturalität und Integration" (MA IKU) und „Germanistik und Interkulturalität/Multilingualität“ als Kern einmalig in Baden-Württemberg.

Der Masterstudiengang „Interkulturalität und Integration“ befähigt seine Absolventinnen und Absolventen zur praktischen Gestaltung des Zusammenlebens in einer von Mehrkulturalität geprägten Gesellschaft innerhalb unterschiedlicher Institutionen. Baden-Württemberg als das Flächenland mit der höchsten Zahl an Personen mit Migrationshintergrund ist hier in besonderem Maße gefordert. So haben inzwischen vor allem in den Städten zwischen 30 und 40 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner einen Migrationshintergrund. Bei den Kindern und Jugendlichen steigt der Anteil auf 50 bis 60 Prozent, in manchen Stadtteilen Stuttgarts sogar auf 80 Prozent. Nicht nur Bildungsstatistiken zeigen jedoch, dass diese Kinder und Jugendlichen immer noch nicht ihre Potenziale voll ausschöpfen können – Potenziale, die unser Land aber dringend braucht, will es den demographischen Wandel erfolgreich bewältigen. Integrations- und Diversitätsmanagement gewinnen angesichts des drohenden Fachkräftemangels zusätzlich an Bedeutung.

Der Masterstudiengang „Germanistik und Interkulturalität/Multilingualität“ dagegen fokussiert die Diversität der Gesellschaft und die Globalisierung insbesondere aus literatur-, sprach- und kulturwissenschaftlicher Perspektive. Die Absolventinnen und Absolventen werden Expertinnen und Experten in der Vermittlung der deutschen Sprache sowie interkultureller Kompetenzen in Bildungsinstitutionen und Wirtschaft im In- und Ausland, beispielsweise an Deutschinstituten im Ausland: Sie können effiziente Fortbildungskonzepte für durch Diversität geprägte Kontexte entwickeln oder interdisziplinär und wissenschaftlich fundiert als Lektorinnen und Lektoren in Verlagen arbeiten sowie in der Werbe- oder Kulturbranche oder als Referentinnen und Referenten bei öffentlichen und privaten Bildungsträgern tätig werden.

Schwerpunktbereich Sprachförderung

Die PH besitzt umfangreiche wissenschaftliche Expertise in verschiedensten Feldern der Sprachförderung. Die Studierenden profitieren von der Schwerpunktsetzung durch eine große Anzahl von Lehrveranstaltungen sowie Forschungs- und Anwendungsprojekten zur Sprachförderung. Daneben engagiert sich die PH in der Fort- und Weiterbildung zur Sprachförderung.

So bietet die PH Schwäbisch Gmünd beispielsweise für den Regionalverbund Sprache Ostwürttemberg das Zertifikatsstudium Sprachpädagogik für Erzieherinnen und Erzieher aus den Städten Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd an. Ziel dieser Weiterbildung ist die Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenzen, um Kinder in ihrer Sprachentwicklung zu begleiten und durch sprachlich anregende Interaktionen individuell zu fördern. Begleitend findet ein systematisches Qualitätsmonitoring statt. Im Rahmen dieses wird die sprachbezogene pädagogische Qualität in den Einrichtungen mithilfe kontinuierlicher Struktur- und Prozessbeobachtungen erhoben. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Weiterbildung aufgearbeitet. Außerdem finden die Daten in einer wissenschaftlichen Langzeituntersuchung Verwendung – mit Blick auf den Zusammenhang von Qualitätsentwicklungsmaßnahmen und Qualitätsveränderungen.
weitere Informationen

Ein wichtiges Forschungs- und Anwendungszentrum im Bereich Sprachförderung ist das „Bilderbuchzentrum“, dass sich dem Umgang mit Kinderliteratur und ihren Medien in didaktischen Kontexten widmet. In unterschiedlichen Teilprojekten erwerben Studierende im Theorie-Praxis-Transfer Einsichten in kindliche Rezeptions-, Sprach- sowie Schriftspracherwerbsprozesse. Mithilfe unterschiedlicher hochschuldidaktischen Szenarien werden die Erprobung eigenen bzw. die Reflexion fremden Handelns beispielweise durch den Einsatz videografierter Unterrichtssequenzen fokussiert: einerseits um für eigene Prägungen und Konzepte in Bezug auf literarische Gegenstände zu sensibilisieren und andererseits um mittels Reflexionen kindlicher Lernprozesse die eigene Professionalisierung voranzutreiben. weitere Informationen

Das vom Stifterverand der Deutschen Wissenschaft geförderten Projekt "Mit Sprache zur Fachkompetenz – Sprachlernen in den MINT-Fächern" setzt sich zum Ziel, Lehramtsstudierende bereits in der ersten Phase der Lehramtsausbildung – sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene – mit dem sensiblen Umgang mit Sprache beim Lehren und Lernen im Fachunterricht vertraut zu machen. Besonderheit hierbei ist der interdisziplinäre Charakter des Projektes, der es Studierenden aller Fachrichtungen (nicht ausschließlich MINT-Fächer) ermöglicht, Sprach- und Fachlernen in ihren Unterricht zu integrieren.
weitere Informationen

Kindheitspädagogik

Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogik der (frühen) Kindheit

(Early) Childhood Education and Care

Die Pädagogik der frühen Kindheit ist eine Teildisziplin der Erziehungswissenschaft und befasst sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen im nationalen wie internationalen Kontext. Mit Blick auf spezifische pädagogische Handlungsfelder ist sie eng mit Fragen der Sozialpädagogik verknüpft. Unter theoretischen, historischen, qualitativen und quantitativen Zugängen werden insbesondere Themengebiete der

  • frühkindliche Entwicklungs-, Sozialisations-, Bildungs- und Lernprozesse
  • familiale, institutionelle und außerinstitutionelle Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungskontexte der frühen Kindheit
  • pädagogisches Handeln, Didaktik und Qualität in frühpädagogischen Handlungsfeldern
  • Profession, Professionalität und Professionalisierung in der Pädagogik der frühen Kindheit
  • Übergänge in früh- und primarpädagogische Bildungsinstitutionen
  • Lebenswelten und Lebenslagen von Kindern
  • (Bildungs-)Ungleichheit und (Bildungs-)Benachteiligung in der frühen Kindheit
  • Bildungs-, Familien- und Sozialpolitik bearbeitet.

Weitere Informationen zu diesen Ausführungen finden Sie auf den Seiten der DGFE.

Die Abteilung Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd befasst sich in Forschung und Lehre (B.A. Kindheitspädagogik, M.A. Kindheits- und Sozialpädagogik) insbesondere mit Fragestellungen zu folgenden Themenbereichen:

  • Theorie und Didaktik der Sozialpädagogik / Sozialen Arbeit
  • Theorie und Didaktik der Pädagogik der frühen Kindheit
  • Historische Bildungsforschung in der Frühpädagogik
  • Familien- und Elternbildung
  • Kulturelle Bildung
  • Kulturvergleichende Bildungsforschung / Cultural Studies
  • Diversitäts- und Ungleichheitsforschung
  • Professions- und Evaluationsforschung
  • Transformationsforschung
  • Institutions- und Organisationsforschung

Sie ist wissenschaftlich international, national sowie regional über folgende Forschungseinrichtungen/-verbünde vernetzt:

MINT-Förderung

Die PH Schwäbisch Gmünd führt verschiedenste Forschungs- und Anwendungsprojekte zur MINT-Förderung durch und baut diesen Schwerpunkt stetig aus. Ein Teilbereich ist die Förderung des Interesses von Schülerinnen und Schüler an den MINT-Fächern durch das Schülerlabor Unicorner:

Im Unicorner haben Jugendliche die Möglichkeit, außerhalb des normalen Unterrichts ohne Notendruck nach Herzenslust zu experimentieren. Dabei können sie entdecken, wie faszinierend Chemie und Physik sind.

... mehr Informationen

Die denkwerkstatt-physik, ein Kooperationsprojekt der Abteilungen Physikdidaktik der PH Schwäbisch Gmünd, der Goethe-Universität Frankfurt und der Wilhelm und Else Heraeus Stiftung, lädt Schülerinnen und Schüler zur Beschäftigung mit Physik ein!

... mehr Informationen

zur Homepage

Beratung und psychosoziale Entwicklungsförderung

Häufig unterstützen Beratung und psychosoziale Entwicklungsförderung eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. An der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd werden seit langem Forschungsprojekte zu diesen Themen durchgeführt, die national und international wahrgenommen werden.

Beispiele:

  • Lehrkräfte trainieren Gesprächsführung- und Konfliktmanagement mit Eltern.
  • Kinder machen korrigierende Beziehungserfahrungen durch interaktionelle Spielbegleitung.
  • Kindertagesstätten richten Modellprojekte zu niedrigschwelliger Spielförderung ein. Kinder- und Jugendliche erhalten Förderkurse für Emotionale Kompetenzen.
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie wird auf ihre Wirksamkeit untersucht.
  • Tests zu Emotionalen Kompetenzen und dem Selbstbild von Kindern werden entwickelt.

In der Lehre bildet sich dies anhand zahlreicher Lehrveranstaltungen und Mitwirkungsmöglichkeiten bei Projekten ab: Studierende des B.A.-Studiengangs Kindheitspädagogik, des M.A. Frühe Bildung, des M.A. Bildungswissenschaft und des Lehramtes erhalten aufeinander aufbauende Lehrveranstaltungen mit hohen Praxis-Anteilen. Lehramtsstudierende können sogar in einem Erweiterungsstudiengang Beratung ihre Beratungs- und Förderkompetenzen ausbauen. 

In den Lehrveranstaltungen wird neben der Theorie sehr viel Wert auf anwendungsbezogenes Lernen in kleinen Studierendengruppen gelegt. Von unseren Studierenden wird diese Art der Theorie-Praxis-Verknüpfung sehr geschätzt und als Teil der professionellen Persönlichkeitsentwicklung erlebt. Dadurch verfügt die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd über ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Themengebiet.

 

Spiel- und Entwicklungsförderung

Studierende des Bachelorstudiengangs Kindheitspädagogik und des Erweiterungsstudiengangs Beratung können im Rahmen des Studiums einen abgeschlossenen Teil der Ausbildung "Personzentrierter Beratung mit Kindern und Jugendlichen und deren Bezugspersonen" absolvieren. Es handelt sich dabei um ein Weiterbildungsprogramm, das von einem der größten und bedeutendsten Beratungs-Fachverbände in Deutschland, der GwG (Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V.), anerkannt wird. Der Kurs entfaltet eine professionelle Tätigkeit im Bereich der pädagogischen, schulischen und erzieherischen Arbeit und der Beratungsarbeit im psychosozialen Bereich. Hierbei werden praktische Kompetenzen für Beratung und Spieltherapie trainiert und es wird erfahrbar gemacht, wie der Kontakt zu Kindern und Jugendlichen so gestaltet werden kann, dass diese zu Verhaltensänderungen und konstruktiven Beziehungen kommen können.

Die personzentrierte Spiel- und Entwicklungsförderung ermöglicht, dass inneres Erleben im Spiel erfahren, eigene Fähigkeiten entdeckt, resilientes Verhalten und soziale Kompetenz gefördert werden.

Beratung und Gesprächsführung mit Eltern

Die Forschung belegt, dass die Kooperation und Kommunikation zwischen Pädagogischen Einrichtungen und Eltern einen Nutzen für die Entwicklung der Kinder darstellt. Oft ist es jedoch schwierig, die Eltern mit ins Boot zu holen und gemeinsame Wege der Problemlösung zu finden. Deshalb wurde an der PH Schwäbisch Gmünd das „Schwäbisch Gmünder Gesprächsmodell zur Gesprächsführung mit Eltern“ entwickelt. Es beinhaltet Konzepte des Personzentrierten Ansatzes, der Transaktionsanalyse und des systemisch-lösungsorientierten Bereichs. Das Gesprächsmodell wird an der PH seit 2004 gelehrt und erfreut sich mittlerweile einer großen Nachfrage weit über die Grenzen der Pädagogischen Hochschule hinaus.  

Gesundheitsförderung

– forschungsstark und anwendungsnah –

Die Gesundheitsförderung ist an der PH Schwäbisch Gmünd eine sehr starke, national und international anerkannte Säule der Hochschule. Kernstück sind die Studiengänge der Gesundheitsförderung, in denen momentan etwa 160 Studierende eingeschrieben sind. Die an den Studiengängen beteiligten Professor/innen und Juniorprofessorinnen aus den Forschungsfeldern Gesundheitspsychologie, Gesundheitssoziologie, Ernährungswissenschaft und Sport- und Bewegungswissenschaft und ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch eine hohe Forschungs- und Publikationsaktivitität sowie intensive regionale, nationale und internationale Vernetzung aus. Durch eine Vielzahl von Forschungs- und Anwendungsprojekten leistet die Gesundheitsförderung der PH Schwäbisch Gmünd in großem Umfang Forschungstransfer, von dem insbesondere Unternehmen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und Bildungsträger in der Region profitieren. Der Studiengang steht durch Projekte, Netzwerktreffen und die Tagung “Berufs- und Arbeitsfelder der Gesundheitsförderung” in engem Kontakt mit Entscheider/innen, Forscher/innen und Arbeitgeber/innen und kann deren Erfahrungen und Erwartungen in die Ausrichtung von Forschung und Lehre einfließen lassen.

Studiengänge

  • Bachelorstudiengang Gesundheitsförderung (B.Sc.)
    35-40 Plätze; Bewerber/Studienplätze: 10:1; gute Absolvent/innenquoten (> 70%)
  • Masterstudiengang Gesundheitsförderung (M.Sc.)
    25 Plätz; sehr gute Absolvent/innenquoten (ca.  90%)

Schwerpunkte

  • Gesunde Lebensstile fördern
  • Gesundheitsförderung in Settings
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Lehre und Forschung 

Aktuelle Projekte und Kooperationen (Auswahl)

  • HESDA (Healthy eating among socially deprived adolescents, BMBF)
  • TIU (Trinken im Unterricht, Verband Deutscher Mineralbrunnen)
  • BUS (Bewegung und Umgang mit Stress, MWK)
  • VIB (Vorschüler in Bewegung, AOK)
  • VEGIS (Vernetzte Gesundheitsförderung in der Schule, Barmer GEK)
  • Gesundheitsverhalten russischsprachiger Zuwanderer (Barmer GEK)
  • Einführung der Betrieblichen Gesundheitsförderung in einer Landesbehörde (Landesarchiv Baden-Württemberg)
  • Stress in unserer Zeit: Strategien zur Bewältigung (ZF Lenksysteme, BKK ZF und Partner) 

Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung

Mit Unterstützung des Innovations- und Qualitätsfonds IQF des Wissenschaftsministeriums wurde ein Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung eingerichtet, das vorhandenes Know-how in Forschung, Anwendung und Lehre bündelt sowie die Vernetzung mit hochschulexternen Praxiseinrichtungen koordiniert.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und insbesondere die Bildung für nachhaltige Entwicklung besitzt an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd eine lange Tradition. Bereits in den 1980- und 1990er Jahren wurden im Rahmen der Umwelterziehung und Umweltbildung von Prof. Dr. Dieter Rodi, Prof. Dr. Friedrich Bay und Prof. Dr. Hansjörg Seybold theoretische Konzeptionen entwickelt und praktisch an der Hochschule erprobt. 

Seit der Jahrtausendwende steht die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Lehre und Forschung im Fokus etlicher Fachbereiche der Hochschule. Eine Bündelung dieser Lehrangebote ist im Rahmen des Staufer Studienmodells mit der Möglichkeit des Erwerbs eines Hochschulzertifikates „Nachhaltige Entwicklung“ (PDF, 87 KB) gelungen.

Der im Jahre 2011 gegründete Nachhaltigkeitsausschuss des Senats hat die Aufgabe übernommen, das Nachhaltigkeitsprofil der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd weiter zu schärfen und auszubauen. Die aktuellen Ziele der PH orientieren sich an den beiden Empfehlungen der Deutschen UNESCO-Kommission zu „Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung“ (PDF, 4 MB) und„Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ (PDF, 920 KB) sowie an der Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland, die vom Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung (PDF, 117 KB) vertreten wird.

Schon heute präsentiert sich die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd den Studierenden und der Öffentlichkeit als ein Studienort, an dem Nachhaltigkeit – wie die folgenden Beispiele zeigen – in vielen Bereichen praktiziert wird:

  • Ökologisch wertvoll gestaltetes Umfeld durch Wildblumenwiesen, heimische Sträucher und Nistmöglichkeiten zur Förderung der Artenvielfalt
  • Hochschulgarten mit Grünem Klassenzimmer
  • Nutzung der Flachdächer für eine Fotovoltaik-Anlage
  • Verwendung energieeffizienter Leuchtmittel
  • Umweltfreundliches Drucker- und Kopiererkonzept; Verwendung von Recyclingpapier als Standard
  • Klar strukturiertes Mülltrennungskonzept
  • Minimaler Fuhrpark mit nur einem Fahrzeug für den technischen Dienst
  • Pedelecs stehen für den Dienstgebrauch zur Verfügung
  • Im Studierendentreff Matrikü(h)l wird fair gehandelter Ostalb-Kaffee ausgeschenkt und als 500 g-Packung an Studierende und Mitarbeiter/innen zu einem Vorzugspreis verkauft 
  • Information der Studienanfänger/innen über die Nachhaltigkeitsstrategie der PH durch Infoveranstaltungen
  • Studienangebote zu Nachhaltigkeitsthemen insbesondere durch die Fächer Biologie; Geographie; Ernährung, Konsum und Mode; Ökonomie; Evang. und Kath. Theologie/Religionspädagogik
  • Forschungsprojekte zu Nachhaltigkeitsthemen derzeit insbesondere in den Bereichen Biologie, Geschichte, Gesundheitspsychologie und Technik.