Vorführung mit Lesung
22.07.2025 16:00 - 18:00
In der letzten Sitzung seiner Vorlesung am 22. Juli, von 16:00 bis 18:00 Uhr, hat Prof. Dr. Gerhard Fritz Herrn Markus Stricker zu Besuch. Den Chef der „Wendrsonn“, der erfolgreichsten Mundartband im Südwesten, der in einer authentischen Uniform des 1. Weltkriegs auftreten wird. Sodann folgt die Lesung „Warum Frida eigentlich Frieda hieß". Das ist eine künstlerische Annäherung an ein Vermächtnis. Eine einzigartige Inszenierung, die es in dieser Form noch nie gab. Eine beeindruckende Collage aus Feldpostbriefen, Tagebucheinträgen, Zeitungsmeldungen, Musik und Geschichtsdarstellung.
Wilhelm Grübele Familienvater, Landwirt und Frontsoldat im 1. Weltkrieg, hatte ein ganz besonderes Anliegen. Er bat seine Kinder, Enkel und Urenkel, alle seine Feldpostbriefe, Postkarten und Fotografien aus dem 1. Weltkrieg aufzubewahren, als Mahnung wider das Vergessen und gegen den Irrsinn des Krieges.
Es ist ein Glücksfall, dass sein Testament die Zeit überdauerte. Der Schriftverkehr zwischen ihm und seiner Frau Pauline ist weit mehr als ein emotionales Zeitdokument. Es ist ein historischer Schatz, der es uns ermöglicht einen schonungslosen Einblick in eine längst vergangene Zeit zu erhaschen, die erschreckend aktuell ist.
Manuela Stricker, Urenkelin, liest aus den Briefen von Wilhelm und Pauline und lüftet auch das Rätsel um den Vornamen ihrer Großtante Frida. Es ist so, als ob Wilhelm, Pauline, Frida, Luisle und Gottlieble mitten unter uns wären. Ihre Stimmen finden wieder Gehör. Es werden unsichtbare Bande geknüpft. Ein Link in die Vergangenheit - eine intime Interpretation der vor über hundert Jahren in Sütterlin verfassten Hoffnungen, Sorgen und Ängste.
“Warum Frida eigentlich Frieda hieß” ist eine eindringliche Mahnung für den Frieden, "weil Friede das Schönste und Wichtigste für alle Menschen ist" wie Wilhelm Grübele unermüdlich beteuerte.