Universitäre Studiengänge zu Bildung, Gesundheit und Interkulturalität

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd bietet als bildungswissenschaftliche Hochschule mit universitärem Profil ein breites Angebot von Studiengängen in ihren Schwerpunktbereichen Bildung, Gesundheit und Interkulturalität an, die sich durch eine persönliche Atmosphäre und gute Studienbedingungen auszeichnen. Das Beratungs- und Qualifizierungskonzept Staufer Studienmodell, berufsbegleitende und Erweiterungsstudiengänge, interdisziplinäre Profilbereiche sowie Forschungs- und Anwendungszentren runden das Angebot der PH Schwäbisch Gmünd ab. Durch die intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen Ausbildungsschulen, öffentlichen und privaten Einrichtungen, Unternehmen und internationalen Hochschulpartnern auf der ganzen Welt können die Studierenden in Praktika und Projekten im In- und Ausland wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis prüfen, umsetzen und weiterentwickeln.

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    Empowerment über Musik im digitalen Raum

    Das Internet des 21. Jahrhunderts hat die Verbreitung von Ideen innerhalb und außerhalb des Nationalstaates demokratisiert. In diesem Zusammenhang kann Musik im Zuge globalisierter Räume einerseits als Mittel zur Sichtbarmachung alternativer Ideen dienen als auch etablierte Ordnungen konsolidieren. Lehramtsstudierende der PH Schwäbisch Gmünd setzten sich Ende Mai im Rahmen eines Kompaktseminars mit Vertretungsprofessorin Dr. Ina Henning und Gastprofessorin Dr. Jessica Roda intensiv mit der Beziehung zwischen Musik und Politik im Kontext von Diplomatie, Konfliktlösung und Gemeinschaftsbildung auseinander und lernten die Macht der Musik als Mittel der globalen Transformation kennen.

    Vertretungsprofessorin Dr. Ina Henning und Gastprofessorin Dr. Jessica Roda (r.)

    Die Studierenden der Lehrämter Grundschule und Sekundarstufe konnten in Bezug auf das Thema neue Erkenntnisse gewinnen zur Macht der Musik in sozialen Bewegungen, nationaler Hegemonie und Protektionismus, sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene. Die musikalischen Beispiele fokussierten sich auf Amerika, Europa, den Nahen Osten, Afrika, Asien und deren Diaspora sowie deren Globalisierung. Im weiteren Sinne regte dieser Kurs dazu an, politische Macht und Nationalismus jenseits des Nationalstaates zu überdenken und die Macht der Musik als globaler Transformator anschaulich werden zu lassen.

    Roda stellte außerdem in diesem Rahmen auch der Hochschulöffentlichkeit ihr neues Buch „For Women and Girls Only: Reshaping Jewish Orthodoxy through the Arts in the Digital Age“ vor. Sie zeigt darin, dass der Zugang zur Technologie die Art und Weise, wie Frauen aus der ultraorthodoxen Community ihre Religiosität ausdrücken, völlig verändert hat und das digitale Zeitalter es ihnen ermöglicht hat, einen alternativen Unterhaltungsmarkt außerhalb des öffentlichen, von Männern dominierten Marktes zu schaffen. Aufgrund der Erwartungen an die Sittsamkeit singen, tanzen oder schauspielern diese Frauen nicht vor Männern und in der Öffentlichkeit. In einem von Roda untersuchten revolutionären Schritt schaffen sie jedoch vor Ort und online Räume, die nur für Frauen und Mädchen bestimmt sind. Sie entwickeln bescheidene öffentliche Räume im Internet, von denen die männlichen Religionsführer oft nichts wissen. Roda betrachtet auch die Verflechtungen zwischen diesen Künstlerinnen innerhalb der Community und denjenigen, die aus der orthodoxen Community ausgetreten und zu öffentlichen Künstlerinnen geworden sind. Sie zeigt, dass die Kunst, die all diese Frauen zum Ausdruck bringen, nicht nur ein Mittel zur sozialen, sondern auch zur wirtschaftlichen Ermächtigung in ihrer jeweiligen Welt darstellt und global Frauen zum Empowerment und der Eroberung digitaler Räume anregt.

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