Universitäre Studiengänge zu Bildung, Gesundheit und Interkulturalität

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd bietet als bildungswissenschaftliche Hochschule mit universitärem Profil ein breites Angebot von Studiengängen in ihren Schwerpunktbereichen Bildung, Gesundheit und Interkulturalität an, die sich durch eine persönliche Atmosphäre und gute Studienbedingungen auszeichnen. Das Beratungs- und Qualifizierungskonzept Staufer Studienmodell, berufsbegleitende und Erweiterungsstudiengänge, interdisziplinäre Profilbereiche sowie Forschungs- und Anwendungszentren runden das Angebot der PH Schwäbisch Gmünd ab. Durch die intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen Ausbildungsschulen, öffentlichen und privaten Einrichtungen, Unternehmen und internationalen Hochschulpartnern auf der ganzen Welt können die Studierenden in Praktika und Projekten im In- und Ausland wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis prüfen, umsetzen und weiterentwickeln.

    News

    Fußball und Mathe? Die perfekte Kombination!

    Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd entwickelt gemeinsam mit Lehramtsstudierenden Unterrichtskonzepte zur Anwendung von Mathematik im Fußball und erforscht diese.

    Prof. Dr. Silke Ladel und Jun.Prof. Dr. Luzia Leifheit (rechts)

    Lehramtsstudierende des Fußball-Mathe-Seminars, vorne von links nach rechts: Prof. Dr. Silke Ladel, Jun.Prof. Dr. Luzia Leifheit und Prof. Dr. Saskia Schreiter

    Mathematik ist trocken und langweilig? Ein Vorurteil, das so schon lange nicht mehr gilt. Zumindest nicht an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd. Hier arbeitet das Math Activity Center daran, mathematische Kompetenzen alltagsbezogen und mit Freude zu fördern. Bereits zum zweiten Mal findet ein Seminar mit Studierenden des Lehramts Grundschule und Sekundarstufe I statt, in dem die angehenden Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit Prof. Dr. Silke Ladel und Prof. Dr. Saskia Schreiter Unterrichtsideen zur Kombination von Fußball und Mathematik für den Unterricht entwickeln. Dabei geht es um Fragen wie „Lohnt sich Fairplay und wie hoch ist die Erfolgswahrscheinlichkeit dabei?“ oder „Wie berechne ich meine persönliche Trefferquote beim Elfmeterschießen?“ Da die PH Schwäbisch Gmünd bei diesem Projekt mit dem FC Heidenheim 1846 e.V. kooperiert, hat ein Team von Studierenden auch ein Kartenspiel zu den Spielern der Bundesligamannschaft aus Heidenheim entwickelt. Mit dem Ziel bei dem Kartenspiel „Fußball-Trumpf“ zu gewinnen, werden gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen statistische Kenngrößen ermittelt und Zusammenhänge in einem Diagramm dargestellt. Auch die Zukunftsakademie Heidenheim e.V. (kurz ZAK) ist Teil dieser Kooperation. So findet am 21. Juni 2024 von 14 bis 17 Uhr ein Fußballfest an der ZAK statt, an dem die entwickelten Konzepte der Studierenden eine erste Erprobung mit Kindern und Jugendlichen erfahren, und diese mit viel Spaß und Freude Fußball und Mathematik miteinander verbinden können. Gleichzeitig sind interessierte Mathematik-Lehrkräfte eingeladen, um sich Ideen für ihren eigenen Unterricht zu holen, und sich über das Projekt Fußball-Mathe zu informieren.

    Zeitlich passend im Vorfeld zum Eröffnungsspiel der Fußball-EM in Deutschland fand diese Woche die Aktion „Fußball-Mathe auf dem Campus“ statt. Bezugnehmend auf die Europameisterschaft wurden auch Unterrichtsideen entwickelt, die sich der „Geometrie des Fußballs“ widmen und beispielsweise den Klassiker von der WM 1974 mit dem aktuellen EM-Ball „Fußballliebe“ vergleichen. Denn seitdem Fußbälle nicht mehr genäht, sondern geklebt werden, bestehen diese nicht mehr nur aus Fünf- und Sechsecken. Auch das Taktikboard mit der Thematisierung von Rauten und Dreiecken spielt eine Rolle, sowie die Austragungsorte der EM, deren Entfernung oder Fassungsvermögen der Stadien.

    Der Einbezug neuer Technologien bleibt bei dem Projekt nicht außen vor. So ist auch Jun.Prof. Dr. Luzia Leifheit von der Informatik mit im Fußball-Mathe-Team und gemeinsam mit Prof. Ladel und Prof. Schreiter vergleicht sie unterschiedliche Prognose-Arten zu den Ausgängen einzelner Spiele. Während das Orakel „Blue-Bot“ zufallsbasiert arbeitet und so im Auftaktspiel den Sieg Schottlands vorhersagt, sind die sprachbasierte KI ChatGPT und die rechnungsbasierte KI DeepSoccer auf Seiten Deutschlands.

    Die Unterrichtsideen sollen im Weiteren erprobt und evaluiert werden. Doch schon jetzt zeigt sich, wie die Begeisterung zum Fußball sich auf die Mathematik überträgt, und wie Groß und Klein Mathematik auf sportliche Art und Weise begreift.

     

    Kontakt:

    Prof. Dr. Silke Ladel, silke.ladel(at)ph-gmuend.de

    Prof. Dr. Saskia Schreiter, saskia.schreiter(at)ph-gmuend.de

    Studium