Universitäre Studiengänge zu Bildung, Gesundheit und Interkulturalität

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd bietet als bildungswissenschaftliche Hochschule mit universitärem Profil ein breites Angebot von Studiengängen in ihren Schwerpunktbereichen Bildung, Gesundheit und Interkulturalität an, die sich durch eine persönliche Atmosphäre und gute Studienbedingungen auszeichnen. Das Beratungs- und Qualifizierungskonzept Staufer Studienmodell, berufsbegleitende und Erweiterungsstudiengänge, interdisziplinäre Profilbereiche sowie Forschungs- und Anwendungszentren runden das Angebot der PH Schwäbisch Gmünd ab. Durch die intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen Ausbildungsschulen, öffentlichen und privaten Einrichtungen, Unternehmen und internationalen Hochschulpartnern auf der ganzen Welt können die Studierenden in Praktika und Projekten im In- und Ausland wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis prüfen, umsetzen und weiterentwickeln.

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    Parlamente verstehen

    Parlamente stehen im Mittelpunkt unseres politischen Systems, sie sind die zentrale Institution repräsentativer Demokratien. Daher bedarf es in der Bevölkerung eines Grundverständnisses darüber, was Abgeordnete während ihrer Parlamentsarbeit tun und wie in Parlamenten politische Entscheidungen getroffen werden. Die Herausforderung, Parlamente einem breiten Publikum zu erklären, ist nicht neu, gewinnt aber in der Gegenwart nochmals mehr an Bedeutung: Die erstarkten autoritär-populistischen Parteien kritisieren nämlich nicht einfach nur Entscheidungen der Regierenden, etwa zur Europa- oder Migrationspolitik. Vielmehr richtet sich ihre Fundamentalkritik an gewählten Politikerinnen und Politikern gegen die Substanz unserer Demokratie. Populisten und Populistinnen bringen den „Volkswillen“ (ohne dass klar ist, was der Volkswille ist) gegen die von den Bürgerinnen und Bürgern selbst gewählten Abgeordneten in Stellung und bezweifeln damit die Legitimität des Parlaments.

    Blick in den Plenarsaal des Deutschen Bundestages (Quelle: Deutscher Bundestag, Foto: Kira Hofmann)

    Daher war es Prof. Dr. Helmar Schöne aus der Abteilung Politikwissenschaft der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd ein besonderes Anliegen, in einer allgemeinverständlichen und gut lesbaren Publikation die Arbeitsweise von Parlamenten lebendig darzustellen und einen Blick hinter die Kulissen der wichtigsten Parlamentsgremien zu werfen. „Wir alle haben schon einmal in größeren Gruppen, sei es in einer Schulklasse, einer Seminargruppe oder während eines Elternabends, miteinander Entscheidungen treffen müssen“, erläutert der Experte für das parlamentarische Regierungssystem. „Daher wissen wir, wie schwierig, zeitaufwändig, und wenn wir ehrlich sind, bisweilen auch entnervend es sein kann, in Versammlungen zu Lösungen zu gelangen. Parlamente erledigen diese faszinierende Aufgabe tagtäglich, in einer Organisation von mehreren hundert Abgeordneten, die die unterschiedlichsten Interessen mitbringen, immer wieder zu verbindlichen politischen Entscheidungen zu gelangen. Und sie tun das, wie der soeben gefeierte 75jährige Geburtstag der Bundesrepublik zeigt, ziemlich erfolgreich.“ Natürlich diskutiert Schöne dabei auch die vielfältige Kritik, die es an Parlamenten – auch zu Recht – gibt.

    Professor Schöne fordert in der Demokratiebildung einen deutlicheren Fokus auf das Parlament und seine Abgeordneten, da die Demokratie Deutschlands auf Wahlen und Repräsentation beruht. Seinem Urteil nach hat die repräsentative Demokratie unsere Wertschätzung verdient und nicht nur ein partizipativ erweitertes Idealbild von Demokratie.

    Informationen zur Publikation:
    Helmar Schöne: Parlamente. Aufgaben – Arbeitsweisen – Anforderungen, Stuttgart: Kohlhammer 2024.

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