Die Gmünd Ulm School of Education (GUSE) ist eine gemeinsame Einrichtung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Universität Ulm. Wir verbinden fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Expertise mit fachwissenschaftlicher Stärke – für eine moderne, praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Lehrkräftebildung.
Unsere Schwerpunkte
- Innovative Lehrkonzepte und enge Verzahnung von Wissenschaft und Schulpraxis
- Individuelle Begleitung von Studierenden über alle Studienphasen hinweg
- Verbindung von (Fach-)Didaktik, Bildungswissenschaft und Fachwissenschaft durch gesellschaftsrelevante Themen wie Digitalisierung und Inklusion als Leitlinien guter Bildung
- Starker Fokus auf die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
Mit gemeinsamen Projekten in Forschung und Lehre, wie z.B. gemeinsam betreuten Abschluss- und Qualifizierungsarbeiten, einer regelmäßig stattfindenden Summer School und einer aktiven Vernetzung aller Bildungsakteure der Region gestalten wir die Lehrkräftebildung von morgen – verantwortungsvoll, zukunftsorientiert und im starken Verbund zweier Hochschulen.
Offizielle Auftaktveranstaltung der GUSE in Ulm
Nachdem die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd und die Universität Ulm bereits am 19. Februar 2025 den Kooperationsvertrag zur Gründung der Gmünd & Ulm School of Education (GUSE) unterzeichnet hatten, fand am Freitag, den 24. Oktober 2025, die offizielle Auftaktveranstaltung an der Universität Ulm statt.
Die Keynote hielt Prof’in Dr. Felicitas Thiel von der Freien Universität Berlin. Die renommierte Erziehungswissenschaftlerin verwies auf aktuelle Bildungsstudien, die insbesondere im Fach Mathematik besorgniserregende Ergebnisse zeigen. „Es sind teilweise dramatische Daten“, betonte Thiel und mahnte: „Wir dürfen nicht eine ganze Generation verlieren und müssen uns in der Lehrkräftebildung viel mehr anstrengen.“
Auch Studierende beider Hochschulen gestalteten die Veranstaltung aktiv mit – unter anderem durch ein Kennenlern-Quiz, das den Austausch über Hochschulgrenzen hinweg förderte. In ihren Beiträgen hoben sie die Bedeutung von Vernetzung, einer klaren Strategie, verbesserter Lehre und nachhaltigen Strukturen für die gemeinsame School of Education hervor.
Für die musikalische Umrahmung sorgten Studierende beider Hochschulen: das „Trio aus Gmünd“ (Jasmin Kainz, Tamara Petrick und Leon Walz) sowie die Ulmer Musiker Sebastian Busan (Posaune) und Lukas Hadinger (Fagott).
GUSE erhält Anschubfinanzierung aus Mitteln des Zukunftsvertrags
Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg unterstützt den Aufbau der Gmünd Ulm School of Education (GUSE) mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 2,1 Millionen Euro aus Mitteln des Zukunftsvertrags „Studium und Lehre stärken“. Die Förderung läuft von 2025 bis 2027 und legt die Grundlage für den weiteren Ausbau der gemeinsamen Strukturen in der Lehrkräftebildung.
„Diese Förderung unterstützt uns unheimlich beim Aufbau der GUSE“, betonte Prof. Dr. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm.
Auch Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov, Rektor der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, hob die Bedeutung hervor: „Die Anschubfinanzierung verstehen wir als starkes Zeichen des Vertrauens des Ministeriums in unsere Arbeit.“
GUSE-Direktor Prof. Dr. Lutz Kasper von der PH Schwäbisch Gmünd erklärte: „Mit der Anschubfinanzierung schaffen wir nachhaltige Strukturen für die gemeinsame Lehrkräftebildung.“ Seine Ulmer Kollegin, die stellvertretende GUSE-Direktorin Prof’in Dr. Tina Seufert, ergänzte: „Uns ist wichtig, dass wir den Themen begegnen, die draußen brennen – und das schaffen wir nur gemeinsam.“
Mit der Förderung werden zentrale Entwicklungsbereiche der Lehrkräftebildung gezielt vorangetrieben:
Die MINT-Schülerlabore beider Hochschulen werden erweitert und unter dem Label GUSE_Lab gebündelt.
Für hybride Veranstaltungsformate entsteht eine leistungsstarke digitale Infrastruktur.
Ein modernes Media Lab zur Produktion digitaler Lehrmaterialien – etwa professioneller Experimentiervideos – wird aufgebaut.
Zudem werden gemeinsame Lehrangebote zu Querschnittsthemen entwickelt, die zentrale Zukunftsfelder der Lehrkräftebildung adressieren, wie z.B. Inklusion oder KI.
Die Gmünd Ulm School of Education (GUSE) ist eine gemeinsame Einrichtung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Universität Ulm. Sie vereint die didaktische und bildungswissenschaftliche Expertise der PH Schwäbisch Gmünd mit der fachwissenschaftlichen Stärke der Universität Ulm – ein starkes Fundament für eine moderne und zukunftsorientierte Lehrkräftebildung.
Studierende profitieren bei uns von innovativen Lehrkonzepten, einer engagierten persönlichen Betreuung und einer idealen Verzahnung von Wissenschaft und schulischer Praxis.
Die Ausbildung von Lehrkräften verstehen wir nicht nur als eine entscheidende Zukunftsaufgabe, sondern auch als Gegenstand aktiver Forschung und kontinuierlicher Weiterentwicklung mit Orientierung an gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Themen.
Zentrale Themen unserer Arbeit sind:
- Digitalisierung – innovative Lehr- und Lernkonzepte entwickeln und erproben
- Inklusion – Vielfalt fördern und Chancengleichheit sichern
- Theorie-Praxis-Verbindung – enge Kooperation mit Schulen in der Region
- Individuelle Begleitung – Unterstützung unserer Studierenden in allen Studienphasen
MINT im Fokus
- Mit der GUSE setzen wir einen klaren Schwerpunkt auf die Förderung der MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Damit machen wir das östliche Baden-Württemberg zu einer attraktiven Adresse für ein Lehramtsstudium mit besten Zukunftsperspektiven.
- Besondere Formate wie unsere gemeinsame Summer School bringen Studierende und Lehrende beider Standorte zusammen. Hier werden aktuelle Forschungsergebnisse und zukunftsrelevante Themen in die Lehrerbildung integriert – praxisnah und wissenschaftlich fundiert.
Vernetzung und Forschung
Die GUSE erleichtert nicht nur die gemeinsame Durchführung von Drittmittelprojekten, sondern stärkt auch die Vernetzung mit Bildungsakteuren in der Region. So entstehen wertvolle Synergien zwischen Hochschulen, Schulen und weiteren Bildungspartnern, die die Qualität der Lehrkräftebildung nachhaltig fördern.
Unser Ziel: Unser Ziel ist es, Lehrkräfte auszubilden, die mit fachlicher Exzellenz, pädagogischer Kompetenz und gesellschaftlicher Verantwortung die Bildung von morgen gestalten. Mit Innovationsfreude, wissenschaftlicher Neugier und einem klaren Blick für die Herausforderungen der Zukunft entwickeln wir die Lehrkräftebildung kontinuierlich weiter.
Direktorium
Prof. Dr. Lutz Kasper (Direktor)
Prof‘in Dr. Tina Seufert (stellv. Direktorin)
Prof. Dr. Hans-Dieter Körner
Prof’in Dr. Petra Lührmann
Prof. Dr. Uwe Maier
Prof’in Dr. Olga Pollatos
Dr. Christian Vogl
Prof. Dr. Stefan Wewers
Geschäftsstelle
Die Geschäftsstelle der Gmünd Ulm School of Education ist an beiden Hochschulen angesiedelt.
PH Schwäbisch Gmünd: Dr‘in Lea Schäfer; Universität Ulm: Dr. Daniel Schropp
Kontakt: guse@ph-gmuend.de
„InkluLab – Lernlabor für inklusive (Fach-)didaktik“
Projektteam: Dr.in Lea Schäfer (Projektleitung), Prof.in Dr. Ina Henning, Prof.in Dr. Katrin Hee, Prof. Dr. Lutz Kasper, Dr. Valentin Riemer.
Kurzbeschreibung: Das Lehrprojekt der GUSE zielt auf die Entwicklung und Erprobung eines fächerübergreifenden Modells inklusiver (Fach-)didaktik. Aufbauend auf dem Didaktischen Modell für inklusives Lehren und Lernen (DiMiLL, HU Berlin) und dem Konzept verständigungsbezogener Lern-Lehrumgebungen werden Prozess- und Strukturmerkmale inklusiven Unterrichts sowie Aufgaben zur Förderung adaptiver Lern-Lehrkompetenz in einem eigenen Modell integriert. Im Zentrum steht ein standortübergreifendes Seminar der Pädagogischen Hochschulen Schwäbisch Gmünd und der Universität Ulm, das durch Gastvorträge einschlägiger Wissenschaftler:innen und Schulpraktiker:innen in einer begleitenden Vorlesung, ein Tutorium sowie Schulpraxisphasen ergänzt wird.
Durch das Modell des Flipped Classrooms gestalten Studierende im Sinne Forschenden Lernens digitale, barrierefreie Unterrichtsbausteine und erproben diese in Partnerschulen. Feedback aus der Schulpraxis fließt in die Weiterentwicklung der Bausteine ein. Parallel findet eine kontinuierliche Projektevaluation statt. Die Ergebnisse umfassen übertragbare OER-Bausteine für inklusiven Unterricht sowie Impulse für inklusive Hochschullehre.
Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Innovative Projekte zur Förderung des Themas Inklusion in der Lehre an den lehrerbildenden Hochschulen des Landes“. (Laufzeit: 01/2026 – 12/2026)
„LLM-generiertes Feedback für Übungsaufgaben"
Projektleitung: Prof. Dr. Uwe Maier, PH Schwäbisch Gmünd / GUSE
Formatives Feedback spielt eine zentrale Rolle für wirksames Lernen, insbesondere bei Übungsaufgaben. Es ermöglicht Lernenden, ihre Lösungen zu überprüfen, Fehler zu erkennen und gezielt zu korrigieren. Entscheidend ist dabei nicht nur, ob eine Antwort richtig oder falsch ist, sondern vor allem, ob das Feedback informativ für die Korrektur einer falschen Lösung ist. Mit dem Aufkommen von Large Language Models (LLMs) eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Gestaltung von formativem Fehlerfeedback in digitalen Lernumgebungen. Im Unterschied zu einem regelbasierten, digitalen Feedback können LLMs auch offene Antwortformate verarbeiten (kurze Texte, Begründungen, Rechenwege) und darauf basierend adaptives, individualisiertes Feedback generieren. Es gibt jedoch zahlreiche offene Fragen, etwa zur Qualität und Zuverlässigkeit des Feedbacks, zu geeigneten LLMs und Prompting-Strategien sowie zu Unterschieden zwischen Lerndomänen und Aufgabentypen.
Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt „LLM-generiertes Feedback“ das Ziel, die Potenziale und Grenzen KI-basierter Rückmeldungen im schulischen Kontext systematisch zu untersuchen und nutzbar zu machen. Dabei soll insbesondere geklärt werden, wie LLM-Feedback gestaltet sein muss, um für Schülerinnen und Schüler in zentralen Fächern der Sekundarstufe lernwirksam, verständlich und motivierend zu sein, und unter welchen Bedingungen es erfolgreich in Unterricht und Übungsphasen integriert werden kann.
Die technische Umsetzung erfolgt über die Lernapp „baisyx.com“, die im Projekt als Forschungs- und Entwicklungsplattform dient. In der App bearbeiten Lernende Übungsaufgaben in themenspezifischen Kursen und erhalten direkt KI-generiertes, formatives Feedback zu ihren Antworten. In enger Kooperation mit Schulen und Lehrkräften sowie unter Einbindung von Studierenden in Projektseminaren und Abschlussarbeiten werden Nutzung, Qualität und Wirkung des Feedbacks empirisch untersucht und zur Optimierung der App genutzt. Damit wird die Lernapp „baisyx.com“ kontinuierlich weiterentwickelt, um langfristig als digitale, adaptive Übungsumgebung für den Einsatz in Sekundarschulen zur Verfügung zu stehen.