Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

News Transfer & Weiterbildung

Medien- und Demokratiebildung an Gmünder Schulen

Wie können wir junge Menschen darin stärken, Informationen kritisch einzuordnen und Medien selbstbestimmt mitzugestalten? Beim Auftaktworkshop des Projekts „NIK – Nachrichten-, Informations- und Kommunikationskompetenz stärken!“ am 30. September 2026 entwickelten Lehrkräfte aus vier Gmünder Schulen erste Konzepte für die Medien- und Demokratiebildung. Das gemeinsame Projekt der Robert Bosch Stiftung, der Initiative #UseTheNews gGmbH und des Zentrums für Medienbildung (ZfM) der PH Schwäbisch Gmünd verbindet aktive Medienarbeit mit schulischer Entwicklung.

Ziel ist es, Nachrichten-, Informations- und Kommunikationskompetenz nachhaltig im Schulalltag zu verankern und damit eine faktenbasierte Meinungsbildung und demokratische Teilhabe zu fördern. Beteiligt sind die Adalbert-Stifter-Realschule, das Hans-Baldung-Gymnasium, die Friedensschule Rehnenhof und die Mozartschule Hussenhofen.

Zum Auftakt entwickelten Lehrkräfte erste Ideen für die Umsetzung des Projekts an ihren Schulen. Lisa Zantke von der Robert Bosch Stiftung stellte den Projektablauf vor, während Nicola Küppers die mit dem Vorhaben verbundenen Ziele der Schulentwicklung erläuterte.

Im Mittelpunkt stand dabei die Bedeutung von Nachrichten-, Informations- und Kommunikationskompetenzen für Jugendliche und die Frage, wie sich diese durch aktive Mediengestaltung fördern lassen. „Gerade angesichts von Themen wie Deepfakes müssen Jugendliche Medien kritisch hinterfragen und zugleich lernen, sie selbstbestimmt und kreativ mitzugestalten“, betonte Prof. Dr. Thomas Irion, der diese Aspekte gemeinsam mit Carina Ziegler und Mathias Nagl vom ZfM beleuchtete.

Das ZfM koordiniert die Modellregion Schwäbisch Gmünd, übernimmt die wissenschaftliche Begleitung und unterstützt bei der Vernetzung im Quartier. Gemeinsam mit den Projektschulen und regionalen Medien- und Bildungspartnern wird erprobt, wie aktive Medienarbeit an die Lebenswelt junger Menschen anknüpfen und dauerhaft Teil schulischer Lernprozesse werden kann. Zum Forschungsteam der PH gehören unter anderem auch Prof. Dr. Anja Kürzinger und Junprof. Dr. Taha Kuzu.

Die wissenschaftliche Begleitung ist als formative Begleitforschung angelegt. Die Umsetzung wird kontinuierlich dokumentiert und reflektiert, sodass Erkenntnisse in die laufende Weiterentwicklung einfließen können. Zugleich werden die Erfahrungen als Grundlage für den Aufbau weiterer Modellregionen in Baden-Württemberg aufbereitet.

Der Workshop bereitete zugleich auf das NIK-Camp am 8. Oktober 2026 in der Gmünder Wissenswerkstatt EULE vor. Dort kamen Schüler:innen der siebten und achten Klassen sowie Lehrkräfte der vier Pilotschulen zusammen, um Ideen für eigene medienpraktische Projekte zu entwickeln. Regionale Partner gaben dabei Einblicke in Themen wie Journalismus, Desinformation und Künstliche Intelligenz. Im anschließenden Ideen-Labor entwickelten die Schüler:innen mit Unterstützung von Coaches erste Projektkonzepte, die zu ihren Interessen und ihrer Schule passen, und präsentierten ihre Ideen zum Abschluss.

 

Weitere Infos zum Zentrum für Medienbildung (ZfM) finden Sie hier.