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Schule im Zeitalter von KI

Wie verändert Künstliche Intelligenz Schule und Unterricht? Mit dieser Frage beschäftigten sich die FluxDaysAI des Zentrums für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Rund 80 Vertreter:innen aus Schule, Hochschule und Forschung tauschten sich über Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten von Schule im Zeitalter von KI aus. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Schule unter den veränderten Bedingungen gesellschaftlich neugestaltet werden kann.

Stefan Ruppaner eröffnete die FluxDaysAI.

Prof. Dr. Thomas Irion sprach über KI in Schule und Unterricht.

Mit den FluxDaysAI etablierte das Zentrum für Medienbildung ein Werkstattformat, das den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis fördert und den Blick auf die pädagogische Gestaltung von Schule im Zeitalter von KI richtet. Ein besonderer Schwerpunkt der Tagung lag auf der Werkschau studentischer KI-Projekte. Studierende präsentierten Prototypen und Projektideen, die aus konkreten schulischen Fragestellungen entstanden sind. Im Fokus standen unter anderem individuelle Förderung, differenzierte Unterrichtsmaterialien sowie Möglichkeiten, Lehrkräfte zu entlasten, ohne pädagogische Entscheidungen an KI-Systeme abzugeben.

Den Auftakt gestaltete Stefan Ruppaner, ehemaliger Schulleiter der Alemannenschule Wutöschingen, mit seinem Impulsvortrag „Lernen in Zeiten von KI“. Dabei verstand er KI bewusst nicht nur als Künstliche Intelligenz, sondern auch als kindliche Intelligenz. Im Mittelpunkt standen die Eigenständigkeit, Neugier und Lernfähigkeit von Kindern. KI könne Lehrkräfte von Routinetätigkeiten entlasten und ihnen mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe verschaffen: Lernprozesse zu begleiten, Beziehungen zu gestalten und Schülerinnen und Schüler individuell zu unterstützen.

Prof. Dr. Thomas Irion, Direktor des Zentrums für Medienbildung, ordnete das Thema aus wissenschaftlicher Perspektive ein. In seinem Vortrag „KI in Schule und Unterricht: Vom Unterrichtstool zur Bildungstransformation“ machte er deutlich, dass Künstliche Intelligenz weit über den Einsatz einzelner Anwendungen hinausreiche. „KI ist nicht einfach ein weiteres Unterrichtswerkzeug. Sie fordert Schule dazu heraus, neu zu bestimmen, wie Lernen, Verantwortung und Teilhabe in einer digital geprägten Welt gestaltet werden“, so Irion.

In parallelen Sessions diskutierten die Teilnehmenden weitere Themen wie die Zusammenarbeit von Lehrkräften mit KI-Chatbots oder Fragen der Schulentwicklung und des pädagogischen Umgangs mit KI. Für Nina Autenrieth, Mitorganisatorin der Tagung, verdeutlichte die Veranstaltung vor allem eines: „Die Tagung hat gezeigt, dass Schulen KI nicht nur anwenden, sondern selbst gestalten können und müssen.“

Auch die abschließende Resonanzrunde machte deutlich, dass die Teilnehmenden die FluxDaysAI als Impuls für die eigene Praxis mitnahmen. Viele wünschten sich, Lernen unter den Bedingungen von KI neu zu denken, KI-Anwendungen gemeinsam zu entwickeln und Schülerinnen und Schüler stärker als aktive Mitgestalter einzubeziehen.