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Das Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG)

Elterngespräche führen

Wer oder was führt hier eigentlich?
In herausfordernden Elterngesprächen übernehmen oft unbemerkt Sorgen, Emotionen oder festgefahrene Positionen das Steuer. Damit Sie als verantwortlicher Pädagoge diese Faktoren erkennen und gezielt damit umgehen können, wurde an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd unter der Leitung von Prof. Dr. Gernot Aich das Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG) entwickelt.

Dieses Training bietet Ihnen praxiserprobte Werkzeuge, um den Austausch mit Eltern authentisch, wertschätzend und zielführend zu gestalten. Das Konzept wurde über Jahre hinweg umfangreich evaluiert und speziell im Schulalltag erprobt. Auch wenn das Modell Sie gezielt auf Elterngespräche vorbereitet, stärken die erlernten Kompetenzen Ihre souveräne Gesprächsführung in allen Lebensbereichen.

Elterngespräche gehören zu den zentralen Aufgaben pädagogischer Fachkräfte im schulischen und frühpädagogischen Bereich. Sie bilden eine wichtige Brücke zwischen Bildungseinrichtung und Familie und sind entscheidend für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. In diesen Gesprächen werden Entwicklungen von Kindern und Jugendlichen thematisiert, Beobachtungen geteilt, gemeinsame Ziele vereinbart und mitunter auch schwierige Situationen besprochen.

Gleichzeitig erleben viele Fachkräfte Elterngespräche als anspruchsvoll: Unterschiedliche Erwartungen, emotionale Betroffenheit, Zeitdruck oder Konfliktsituationen können die Kommunikation erschweren. Umso wichtiger ist eine professionelle, strukturierte und wertschätzende Gesprächsführung, die sowohl die Perspektive der Eltern als auch die fachliche Haltung der pädagogischen Fachkraft berücksichtigt.

Das Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG) wurde an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd entwickelt. Erste konzeptionelle Überlegungen und begleitende Forschungsarbeiten begannen bereits im Jahr 2004. Das Modell entstand aus der Verbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse der Kommunikationspsychologie, Beratungsforschung und Pädagogik mit den praktischen Anforderungen des pädagogischen Alltags. Mittlerweile ist es auf verschiedenen Ebenen evaluiert und ausgezeichnet.

Das Gmünder Modell stellt ein praxistaugliches Gesprächsmodell für die schulische sowie kindheitspädagogische Elternberatung bereit. Dabei werden die besonderen Rahmenbedingungen von Schule und Kita berücksichtigt und Lehr- und Fachkräfte in ihrer Kommunikation mit Eltern unterstützt. Als theoretische Grundlage wurden die Transaktionsanalyse nach Eric Berne, der personzentrierte Ansatz nach Carl Rogers und systemisch-lösungsorientierte Elemente nach Steve de Shazer ausgewählt.

Grundidee und Ziel des Modells ist es, dass pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte ihre Gesprächsführungs- und Beratungskompetenzen erweitern und vertiefen und so Elterngespräche professionell führen können. Dabei steht nicht ein starres Gesprächsschema im Vordergrund, sondern Gespräche werden als Prozess verstanden. Viele Fach- und Lehrkräfte wünschen sich einen klaren Gesprächsleitfaden mit festen Schritten. Dieses Bedürfnis ist nachvollziehbar, doch Gespräche mit Eltern verlaufen selten nach einem vorhersehbaren Schema. Starre Leitfäden können sogar dazu führen, dass die Struktur wichtiger wird als das Gegenüber und das Gespräch dadurch unbefriedigend verläuft. Aus diesem Grund schlägt das GMG Ihnen hier einen Kompass für die Gesprächsführung vor, der Orientierung und Struktur gibt und zugleich ausreichend Raum lässt, um auf individuelle Situationen und Bedürfnisse angemessen einzugehen. Das GMG versteht Elterngespräche als strukturierte, dialogische Prozesse, in denen Beziehung, Inhalt und Ziel gleichermaßen berücksichtigt werden. Zentral im Gmünder Modell ist die Haltung. Eltern werden als Expertinnen und Experten für ihr Kind ernst genommen, während die pädagogische Fachkraft ihre professionelle Perspektive klar und nachvollziehbar einbringt.

Grundsätzlich wechseln sich im Gmünder Modell theoretische Inputs und verschiedene Trainingsmethoden (Erfahrungsübungen, Rollenspiele,…) ab.

Das Modell gliedert sich in sechs Module: 

Modul 1: Grundeinstellungen der Transaktionsanalyse
Die Grundeinstellungen sind ein Werkzeug, um eigenes Gesprächsverhalten und das Verhalten des Gegenübers einzuschätzen und bei Bedarf zu verändern. 

Modul 2: Kernbedingungen nach Rogers (Empathie, Wertschätzung, Authentizität) 
Als Basis für den Beziehungsaufbau im Gespräch spiegeln diese drei Bedingungen grundsätzliche Einstellungen und Haltungen wider. Die Einübung dieser Grundhaltungen ist ein Ziel der Ausbildung. 

Modul 3: Ich-Zustands-Modell
Das Ich-Zustands-Modell hilft auch in kritischen Situationen, das Gespräch zu analysieren und beim Umgang mit Widerständen und Angriffen angemessenes und professionelles Verhalten zu zeigen. 

Modul 4: Kommunikationsregeln der Transaktionsanalyse
Aufgrund dieser Regeln wird deutlich, wie man das Gespräch in eine produktive Richtung lenken kann. 

Modul 5: Anerkennung von Problemen
Anhand der Abwertungstabelle wird aufgezeigt, ob sich die Problemsicht des Gesprächspartners mit der eigenen deckt und wie gemeinsame Lösungsschritte eingeleitet werden können. 

Modul 6: Das Spielekonzept nach Berne
Durch das Spielekonzept werden unproduktive Gesprächsmuster aufgedeckt und durch förderliche Strategien ersetzt.

Zu den Teilnehmenden des Gmünder Modells zählen vor allem Studierende des Lehramts und der Kindheitspädagogik sowie Fachkräfte im Bereich der Kindheitspädagogik und Lehrkräfte aus der Praxis.

Für Lehrkräfte stehen im Rahmen der offiziellen Fortbildungsangebote des Kultusministeriums Baden-Württemberg zahlreiche Weiterbildungen zum Gmünder Modell zur Verfügung:

https://lfbo.kultus-bw.de/lfb/login(Stichwort: Gmünder Modell)

Das GMG wird mittlerweile an vielen Bildungseinrichtungen in der Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften eingesetzt. Hierfür wurden seit 2014 in regelmäßigen Abständen an verschiedenen Institutionen Lehrkräfte, kindheitspädagogische Fachkräfte, Pädagog*innen, Schulsozialarbeiter*innen und Dozent*innen zu Multiplikator*innen für das GMG ausgebildet, so bspw.

  • 2014/15: Ausbildung von Lehrkräften in Kooperation mit dem Kultusministerium und der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken (aim) zur Stärkung der Beratungskompetenz von Grundschullehrkräften
  • 2018: Ausbildung von Lehrkräften, Kindheitspädagog*innen, Schulsozialarbeiter*innen und Dozent*innen der Lehrkräfteweiterbildung zu Multiplikator*innen in Kooperation mit der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken (aim)
  • 2022: Ausbildung von Lehrkräften, Dozent*innen und Kindheitspädagog*innen an der Pädagogische Hochschule Kärnten - Viktor Frankl Hochschule, Klagenfurt, Österreich
  • 2023/24: Ausbildung von Lehrkräften in Kooperation mit dem ZSL Baden-Württemberg für die fünf Regionalstellen des ZSL in Baden-Württemberg
  • 2025: Ausbildung von Dozent*innen und Lehrkräften an der Universität Flensburg
  • 2026: Ausbildung von Kindheitspädagog*innen am IFK der Universität Potsdam

Verbesserung der Gesprächsführung mit Eltern:

  • professioneller Umgang mit schwierigen Situationen im Elterngespräch,
  • unproduktive Gesprächsmuster in eine lösungsorientierte Richtung lenken,
  • professioneller Umgang mit Kritik von Eltern,
  • Konfliktmanagement.

Damit leistet das Modell einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung in Schule und Frühpädagogik und fördert eine konstruktive Zusammenarbeit im Sinne der Kinder und Jugendlichen.

Zum Gmünder Modell:

Aich, G., Kuboth, C. & Behr, M. (2015). Mit Eltern kommunizieren - das Gmünder Gesprächsmodell (GMG). Lehren & Lernen, 41 (5), 19-22.

Aich, G. & Behr, M. (2016). Gesprächsführung mit Eltern in der Kita. Beltz Juventa. 

Aich, G., Kuboth, C. & Behr, M. (2016). Beratung mit Eltern nach dem Gmünder Modell zur Gesprächsführung (GMG). Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung, 47 (4), 228-232. 

Aich, G., Kuboth, C. & Behr, M. (2017). Das Gmünder Modell zur Gesprächsführung (GMG) mit Eltern - Grundlagen, Aufbau und praktische Anwendungsmöglichkeiten. In G. Aich, C. Kuboth, M. Gartmeier & D. Sauer (Hrsg.), Kommunikation und Kooperation mit Eltern (S. 112-125). Weinheim: Beltz.

Aich, G., Kuboth, C. & Behr, M. (2017). Gmünder Modell zur Gesprächsführung (GMG) mit Kita-Eltern – Grundlagen, Aufbau und praktische Anwendungsmöglichkeiten. In G. Aich, C. Kuboth & M. Behr (Hrsg.), Kooperation und Kommunikation mit Eltern in frühpädagogischen Einrichtungen (S. 87-101). Weinheim: Beltz Juventa.

Aich, G., Kuboth, C. & Behr, M. (2018). Beratung von Eltern als pädagogische Herausforderung. Zeitschrift für Transaktionsanalyse (2), 79-94.

Aich, G. & Behr, M. (2019). Gesprächsführung mit Eltern (2., überarbeitete Aufl.). Beltz. 

Zur Evaluation im Rahmen des Gmünder Modells:

Aich, G. & Behr, M. (2010). Kommunikation mit Eltern. Training und Evaluation der Gesprächsführung zwischen Lehrpersonen und Eltern. In F. H. Müller, A. Eichenberger, M. Lüders & J. Mayr (Hrsg.), Lehrerinnen und Lehrer lernen: Konzepte und Befunde zur Lehrerfortbildung (S. 279–295). Waxmann.

Aich, G. (2015). Professionalisierung von Lehrenden im Eltern-Lehrer-Gespräch: Entwicklung und Evaluation eines Trainingsprogramms (2., unveränd. Aufl.). Schneider-Verlag Hohengehren.

Aich, G., Behr, M. & Kuboth, C. (2017a). The Gmuend Model for Teacher-Parent Conferences – Application and Evaluation of a Teacher Communication Training. Journal for Educational Research Online, 9(3), 26–46.

Aich, G., Kuboth, C. & Behr, M. (2017b). Training von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren nach dem Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG): Disseminierung und Evaluation eines integrierten Konzepts für ein landesweites Lehrertraining. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 64(4), 282-289.

Aich, G. & Kuboth, C. (2020). Umsetzung eines multiplikatorengestützten Gesprächstrainings. Anregungen für eine erfolgreiche Umsetzung. Journal für LehrerInnenbildung, 20(4), 78–84.

Kuboth, C. & Aich, G. (2020). Ein Gesprächstraining als landesweite Lehrkräftefortbildung implementieren: Eine Interviewstudie mit den durchführenden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Empirische Pädagogik, 34(4), 317–330.

Kuboth, C. & Aich, G. (2022a). Kriterien für erfolgreiche Multiplikator*innen-Schulungen als Grundlage für die Implementierung eines Gesprächstrainings in der Lehrer*innenfortbildung. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 69(2), 90–104. https://doi.org/10.2378/peu2022.art13d

Kuboth, C. & Aich, G. (2022b). Wo sehen Lehrkräfte Bedarf hinsichtlich ihrer Professionalisierung? Spannungsfelder in der Elternberatung. Journal für die LehrerInnenbildung, 22(2), 26–39

Kuboth, C. (2026). Beratungskompetenz von Lehrkräften professionalisieren: Ein Lehrkräftetraining für Elterngespräche. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 73(1), 61–72.

KONFERENZBEITRÄGE UND VORTRÄGE

Aich, G. & Kuboth, C. (2024). Umgang mit herausfordernden Situationen im Elterngespräch - das Gmünder Modell zur Gesprächsführung (GMG). Tagung Tandems aus Fachberater/innen Unterrichtsentwicklung an Grundschulen und Schulpsychologinnen und Schulpsychologen „Beratungskompetenz in der Grundschule stärken - Lern- und Entwicklungsgespräche führen“, Bad Wildbad, 26.06.2024.

Aich, G. & Kuboth, C. (2023). Umgang mit herausfordernden Situationen im Elterngespräch - das Gmünder Modell zur Gesprächsführung (GMG). Vortrag beim ZSL, online, 05.12.2023.

Aich, G. & Kuboth, C. (2023). Elterngespräche professionell führen. Gmünd Model for Communicating with (Challenging) Parents. FOCUS ON EUROPE, PPH Augustinum, Graz, 17.11.2023.

Aich, G. & Kuboth, C. (2022). Elterngespräche professionell führen. Impulsvortrag zum Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG). Pädagogische Hochschule Kärnten. Klagenfurt, 23.06.2022.

Aich, G. & Kuboth, C. (2022). Das Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG) – Evaluation und Anwendungsbereiche. Universität Koblenz-Landau, Landau, 23.05.2022. (eingeladen)

Kuboth, Ch. & Aich, G. (2019). Das Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG) – Evaluation der Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für ein landesweit eingesetztes Lehrertraining. Vortrag auf der 7. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF). Köln, 25.-27.02.2019.

Aich, G. & Kuboth, C. (2019, Januar). Umgang mit Herausforderungen in der Gesprächsführung mit Eltern. Eingeladener Vortrag an der Universität Paderborn im Fachbereich Pädagogische Psychologie. (eingeladen)

Aich, G.; Kuboth, C. & Behr, M (2015). Das Gmünder Gesprächsmodell zur Gesprächsführung mit Eltern – Entwicklung und Evaluation eines Lehrertrainings. Vortrag im Symposium: „Gespräche zwischen Eltern und Lehrkräften“ auf der 3. Jahrestagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF). Bochum, 11.03. – 13.03. 2015.

Ansprechpartner*innen

Foto Prof. Dr. Gernot Aich

Prof. Dr.

Gernot Aich

Raum: M1 1.03
Telefon: 07171 983-1829
E-Mail: gernot.aich@ph-gmuend.de

 

Leiter
Abteilung “Pädagogische Psychologie, Beratung und Intervention

Leiter
Institut für Kindheit, Jugend und Familie

 

 

 

Mi. 12:15 – 13:00 Uhr
 
Mehr Informationen
Foto Christina Kuboth

Akad. Rätin

Christina Kuboth, M.A.

Raum: M 1.01b
Telefon: 07171 983-1830
E-Mail: christina.kuboth@ph-gmuend.de

 

Abteilung: Päd. Psychologie, Beratung und Intervention

 

Mi. 09:00 – 10:00 Uhr
 
Mehr Informationen

News Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern

Gmünder Modell der Gesprächsführung gewinnt an Reichweite

Mehr Sicherheit in der Gesprächsführung: Das an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd entwickelte „Gmünder Modell der Gesprächsführung“ (GMG) findet immer größere Verbreitung in Deutschland. Vom 10. bis 12. September 2025 wurde es an der Europa-Universität Flensburg vorgestellt und im dreitägigen Workshop „Professionelle Gesprächsführung mit Eltern – das Gmünder Modell“ praxisnah erprobt. Ziel war es, die Teilnehmenden in ihrer Beratungskompetenz zu stärken und sie als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auszubilden, die das Modell künftig in Schulen und Hochschulen weitertragen.

Im dreitägigen Workshop setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit dem Gmünder Modell der Gesprächsführung auseinander. Bild: Europa-Universität Flensburg.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Gernot Aich, der das Modell entwickelte, und Christina Kuboth (M.A.) von der PH Schwäbisch Gmünd wurden dabei Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, Dozierende sowie pädagogische Fachkräfte in professioneller, empathischer und lösungsorientierter Gesprächsführung mit Eltern geschult. Organisiert haben die Veranstaltung Dr. Claudia Plinz (Institut für Sachunterricht) und Dr. Carmen Schumacher (Institut für Gesundheits- und Ernährungswissenschaften), die im Rahmen eines Lehraustauschs gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus Schwäbisch Gmünd die Umsetzung ermöglichten. „Wir freuen uns sehr, das Gmünder Modell zukünftig als Multiplikatorinnen an angehende Lehrkräfte weitergeben zu können“, so Plinz. 

Das GMG baut auf bewährten Ansätzen der Transaktionsanalyse, der personenzentrierten Gesprächsführung nach Rogers sowie systemisch-lösungsorientierten Methoden auf und hat sich in der Praxis bereits vielfach bewährt. Ziel des Modells ist, Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und pädagogische Fachkräfte zu einer wertschätzenden, sachlichen und lösungsorientierten Kommunikation mit Eltern zu befähigen. Mit der Verankerung in Flensburg gewinnt das Gmünder Modell der Gesprächsführung einen weiteren wichtigen Standort. „Es freut mich, dass unser Modell nun auch im hohen Norden fester Bestandteil der Lehrkräftebildung wird“, betont Aich.

Neben der Anwendung auf Elterngespräche bietet das Gmünder Modell auch in anderen professionellen Kontexten wertvolle Unterstützung – etwa in der Kommunikation zwischen Kolleginnen und Kollegen, in Beratungsgesprächen oder in der Zusammenarbeit mit schulischen und außerschulischen Partnerinnen und Partnern. Die Übertragbarkeit des Modells eröffnet somit ein breites Feld an Einsatzmöglichkeiten, die über den schulischen Alltag hinausreichen.

In Flensburg stand neben den theoretischen Grundlagen vor allem die praktische Erprobung im Mittelpunkt. Anhand von Fallbeispielen reflektierten die Teilnehmenden ihre Kommunikationsmuster, erprobten alternative Strategien und entwickelten konkrete Lösungsansätze für den Schulalltag. Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, schwierige Gesprächssituationen in einem geschützten Rahmen zu üben. Die Teilnehmenden zogen ein durchweg positives Fazit: Das GMG erleichtert schwierige Gespräche, ist vielseitig einsetzbar und stärkt zugleich die Teilnehmenden in ihrer Rolle als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.